Streik im Öffentlichen Dienst: Busse und Bahnen stehen still, Kitas geschlossen

Autor: Caroline

Die stockenden Lohnverhandlungen im Öffentlichen Dienst haben am 18. März zu weitreichenden Warnstreiks geführt. Mehrere tausend Bedienstete legten die Arbeit nieder. Der Schwerpunkt lag dabei in Nordrhein-Westfalen, wo 45.000 Angestellte des Öffentlichen Dienstes streikten.
Der Artkel thematisiert den Streik im öffentlichen Dienst.

Öffentlicher Personenverkehr teilweise lahmgelegt

Landesweite Warnstreiks haben in vielen Städten Nordrhein-Westfalens vor allem zu starken Einschränkungen beim öffentlichen Personennahverkehr geführt. Von den rund 45.000 im Ausstand befindlichen Arbeitskräften stammten etwa 10.000 aus den verschiedenen Verkehrsbetrieben des Landes. „WDR aktuell“ (die werktägliche Nachrichtensendung im WDR Programm ) berichtet, dass auch viele Schulbusse am Dienstagmorgen in den Depots blieben und eine große Zahl von Eltern ihre Kinder selber zu Schule bringen musste. Das von vielen erwartete Verkehrschaos in den Innenstädten blieb allerdings aus, denn die Streiks bezogen sich schwerpunktmäßig auf die Ballungszentren des Ruhrgebiets mit häufig kurzen Wegen zwischen Wohn- und Arbeitsort. Viele Arbeitnehmer stiegen daher am Dienstagmorgen vorsorglich auf das Fahrrad um.

Zeichen setzen: eine breit angelegte Streikwelle für mehr Gehalt

Die Streiks in Nordrhein-Westfalen beschränkten sich jedoch nicht nur auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr: Ebenfalls betroffen waren Kindertagesstätten, Jobcenter und Krankenhäuser. In Dortmund betrafen die Arbeitsniederlegungen auch die Müllabfuhr sowie verschiedene Altersheime. In Bochum und Essen waren die städtischen Theater betroffen. Wie der WDR berichtet, war teilweise auch das Wasserstraßennetz des Landes durch die Bestreikung von Schleusen betroffen. Wie üblich setzte die Gewerkschaft Verdi den Hebel dort an, wo die Auswirkungen des Streiks möglichst kurzfristig spürbar wurden, um eine zeitnahe Reaktion der anderen Tarifpartei zu erzwingen.

Die Streiks sollen bundesweit fortgesetzt werden

Für die nächsten Tage kündigte Verdi weitere Streiks in verschiedenen Bundesländern an. Die Gewerkschaft will so eine Lohnerhöhung um 3,5 Prozent und eine pauschale Einmalzahlung von 100 Euro für jeden der 2,1 Millionen Angestellten erreichen.

Image: Thaut Images – Fotolia

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