NRW Wahl 2012: Röttgen verliert Wahl und Umweltministerium

Autor: Caroline

Überall spricht man von dem Wahldebakel der CDU. Schon lange nicht mehr hat man eine so deutliche Niederlage gegen die SPD einstecken müssen. Insgesamt kam man auf magere 26%, während die Sozialdemokraten nahe der 40%-Grenze landeten.

Die neue Ministerpräsidentin in NRW heißt Hannelore Kraft. Sie setzt ihre Prioritäten vor allem auf Bildung , Kinder und Vorbeuge. Themen die anscheinend den Nerv vieler Ruhrpötter getroffen haben. Ihr Vorgänger Röttgen hingegen muss sich nach der Wahlschlappe vor allem Vorwürfe aus den eigenen Reihen machen lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel fasste daraufhin Konsequenzen und ersetze ihren ehemaligen Umweltminister durch Peter Altmaier.

CSU-Chef Seehofer teilt in ungekürztem Interview aus

Der Sündenbock für die herbe Niederlage war schnell gefunden. So wurde aus allen Richtungen der Union auf den Hauptverantwortlichen geschossen. Allen voran CSU Parteivorsitzender Horst Seehofer. In einem Fernsehinterview mit Klaus Kleber, teilte er seine Meinung über den gescheiterten Spitzenkandidaten ehrlich mit der Öffentlichkeit.

Ganz speziell kritisierte der Bayerische Ministerpräsident Röttgen dafür, dass er es sich während des Wahlkampfes offen hielt nach der Entscheidung Umweltminister zu sein oder in der nordrhein-westfälischen Opposition aktiv zu werden. Da er sich nicht vollkommen für das Bundesland entschied, waren seine Chancen die Wahl im Ruhrpott für sich zu entscheiden „weggeschmolzen wie ein Eisbecher in der Sonne“.

Was kommt als nächstes in NRW

Nachdem die in Mülheim geborene Hannelore Kraft die Führung in NRW übernahm laufen die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen auf Hochtouren. Mit 11,3 % schnitt die Partei bei den Wahlen als drittstärkste Partei ab wodurch Rot-Grün nach erfolgreicher Einigung eine absolute Mehrheit hätte. Da ansonsten lediglich die FDP und die Piraten als Koalitionspartner zur Auswahl stünden, ist eine rot-grüne Zusammenarbeit so gut wie in trockenen Tüchern.

Sicher ist, dass es einen Umschwung in dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands geben wird. Mit Hannelore Kraft hat die SPD jedenfalls einen starken Sympathieträger hinzugewonnen.

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