EEG-Umlage: Ruhrgebiet trägt immer mehr Geld zur Energiewende bei

Autor: Tareg

Im Ruhrpott wächst die Unzufriedenheit mit der Energiewende: Die dicht besiedelte Region erleidet erhebliche wirtschaftliche Nachteile. Das trifft sowohl auf die Verbraucher aber auch auf wichtige Konzerne zu. Andere Landstriche und Bundesländer Deutschlands profitieren dagegen.
Rheinisches Braunkohlekraftwerk Neurath

Warum die Bilanz für das Ruhrgebiet negativ ausfällt

Politiker des Ruhrpotts echauffieren sich zunehmend über die Förderung regenerativer Energien. Sie behaupten, dass die Energiewende die Bewohner dieser bevölkerungsreichen Region benachteiligt. Dafür führen sie nachvollziehbare Gründe an. Erneuerbare Energien fördert der Staat mit der EEG-Umlage auf den Strompreis. Die Endkunden zahlen diesen Aufpreis, die Betreiber von Ökostrom-Anlagen verzeichnen die Einnahmen. Für den Ruhrpott ergibt das ein schlechtes Geschäft:

Die Millionen Einwohner des Ruhrgebiets tragen mit ihren Stromrechnungen viel zur Finanzierung der erneuerbaren Energien bei. Durch den steigenden Förderbedarf wächst die Belastung Jahr für Jahr. Zugleich fehlt dort der Platz, um Wind- und Photovoltaikparks zu bauen. Bei der Sonnenenergie würde es zudem an guten Wetterbedingungen mangeln. Somit unterstützt die Bevölkerung die erneuerbaren Energien, kommt aber kaum in den Genuss der Fördermittel.
Mit EON und RWE haben zwei große Energiekonzerne im Ruhrgebiet ihren Stammsitz, viele Kommunen der Region halten Anteile. Beide Unternehmen setzten lange Zeit auf konventionelle Großkraftwerke, die Energiewende trifft sie schwer. Sie verlieren Umsätze und müssen Beschäftigte entlassen.

Die Gewinner der Energiewende

Andere Regionen können sich über den politischen Willen zu mehr Nachhaltigkeit freuen. Dazu zählt Bayern, auch wenn die Staatsregierung die Energiewende manchmal torpediert. In Bayern haben viele Privatpersonen, Bauern und andere Unternehmer Photovoltaikanlagen auf ihren Gebäuden installiert, sie kassieren dafür zwanzig Jahre lang hohe Einspeisevergütungen. Auch dem Norden kommt der Ökostrom zugute. Dort gibt es an Land und mittlerweile auch in der Nord- und Ostsee Windparks, zudem haben sich in Norddeutschland viele Hersteller von Umwelttechnologien angesiedelt.

Energiewende: Finanzielle Umverteilung

Insgesamt ist die Verfolgung von Nachhaltigkeit für Deutschland lohnend, erneuerbare Energien ersetzen gefährliche Atomkraft und später hoffentlich auch die klimaschädliche Kohleenergie. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier . Die momentanen Vor- und Nachteile unterscheiden sich momentan aufgrund der Gewichtung jedoch von Region zu Region: Besonders schlecht schneidet das Ruhrgebiet im Vergleich zu anderen Landstrichen ab.

Fotourheber: Ruth Röder – Fotolia

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